Taijiquan (Tai Chi Chuan)

taijiNeben den „harten“ chinesischen Kampfkünsten, werden an der WuYi – Akademie auch die sogenannten „weichen“ Kampfkunststile und Bewegungssysteme unterrichtet. Zu diesen zählen das Taijiquan (Tai Chi) und verschiedene Techniken und Übungen des Qigong.

Das Taijiquan wird oft zur Kategorie der Rouquan, der weichen Kampfkünste gezählt, da seine Bewegungen in der Übung und in den Formen so weich und fließend sind. Doch sollte man sich von dieser Weichheit nicht täuschen lassen, denn nach einiger Übung und wenn man es richtig erlernt hat, ist es eine effektive Selbstverteidigung, welche seinen „harten“ Brüdern in Stärke und Kampfkraft in nichts nachsteht.

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Im Westen ist das Taijiquan jedoch als Kampfkunst leider nicht so bekannt. Die Betonung liegt hier eher auf dem gesundheitlichen und präventiven Aspekt, der sich jedoch erst bei richtigem, ernsthaftem und fleißigem Üben einstellt. Eben mal ein wenig Taijiquan Unterricht nehmen wird leider nicht ausreichen um diese komplexe, zu einem großen Teil auf Selbsterfahrung beruhende Kampfkunst zu erlernen und ihr volles Potenzial zu nutzen.

Trotzdem oder gerade weil es so ruhig und sanft ist, eignet es sich für jeden und alle Altersgruppen. Natürlich wird es gerade diejenigen ansprechen, die nach einem ruhigeren Ausgleich zu ihrem Alltag suchen. Beim Unterricht wird der Schwerpunkt auf eine korrekte Ausführung der Techniken und nicht auf das Erlernen vieler Formen gelegt, um einen wirklichen Entwicklungsprozess durchlaufen zu können und ein tieferes Verständnis für diese Kunst zu entwickeln. Auch die Anwendungen und Bedeutungen der Techniken werden vermittelt und auf Wunsch zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt mit einem Partner geübt, um ein noch besseres Verständnis für die Bewegungen und Techniken zu erlangen.

Der Ursprung und die Entwicklung des chinesischen Taijiquan (chinesisches Schattenboxen)

Auf der Suche nach etwas tiefgründigeren Informationen über das chinesische Taijiquan, stieß ich auf diesen sehr umfangreichen und aussagefähigen Text von Gu Liuxin (1908 - †1991, Stellvertretender Direktor und Forscher am Institut für Körperkultur Shanghai). Hier könnt Ihr nun eine freie Übersetzung des Textes lesen und mehr über das Taijiquan erfahren.

1. Die Entstehung des Taijiquan

Das Taijiquan ist einer der bekanntesten Stile der chinesischen Kampfkunst. Seit Beginn der Verbreitung des Taijiquan, Anfang der Qing – Dynastie, sind nun mehr als 300 Jahre vergangen.
Zur Zeit der 1911-er Revolution war das Taijiquan im Raum Beijing sehr populär. Zu dieser Zeit erhärteten sich Vermutungen, dass der Ursprung des Taijiquan in viel früherer Zeit lag, als man ursprünglich annahm. Es wurden die unterschiedlichsten Interpretationen über den Ursprung und Gründer publiziert............ mehr lesen

2. Die kreativen Entwicklungen im klassischen Taijiquan

Aus historischen Aufzeichnungen über die Kampfkünste geht eindeutig hervor, dass General Qi Jiguang nicht nur ein Meister in den Kampfkünsten war, sondern auch durch sein Sammeln und Sortieren von Aufzeichnungen über die militärischen Kampftechniken und Volkskampfstile, für die spätere Geschichte eine wichtige Rolle spielte. Chen Wangting lebte ca. ein halbes Jahrhundert später und konnte die Aufzeichnungen aus den "32 Formen des Boxens" des Generals nutzen, um sie letztendlich in den von ihm geschaffenen Chen – Stil des Taijiquan, umzusetzen............. mehr lesen

3. Die Entwicklung des Taijiquan ab dem 19. Jahrhundert

Nach der Einführung der Feuerwaffen vor etwa 100 Jahren, nahm die Rolle der klassischen Faust- und Waffenkünste, im Rahmen von kriegerischen Auseinadersetzungen immer weiter ab und zwang die Kampfkunst Meister der damaligen Zeit, die Ziele und Richtungen ihrer Kampfkünste neu zu überdenken. Somit begann für das Taijiquan ein neues Zeitalter ............ mehr lesen

4. Der heilende Effekt des Taijiquan

Zur Zeit der 1911-er Revolution, hatte das Taijiquan im Raum Beijing einen sehr guten Ruf, aufgrund seiner bemerkenswerten heilenden Resultate. In seinen Dichtungen, die gleichzeitig Sammlungen von Erzählungen, zu dieser Zeit in Beijing angesieldeter Kampfkunstmeister sind, schreibt Yang Jizhi (1886-1965), aus dem Kreis Xiangtang: „Wer kannte in der Vergangenheit schon das Taijiquan? – Es wurde doch erst berühmt nachdem Herr Tang seine Leiden damit heilte.“ ............ mehr lesen

5. Die schnelle Verbreitung des Taijiquan in der VR. China

Nach der Gründung der VR China, 1949, legte die chinesische Führung großen Wert auf das Studium, die Systematisierung und Popularisierung der traditionellen Kampfkünste, im Speziellen der Taolu. In den 60’er Jahren wurden Bücher über den Chen-, den Yang-, den Wu-, den Wu Hao- und den Sun-Stil veröffentlicht, die sich im Speziellen mit den medizinischen Aspekten und dem physischen Training befassten........ mehr lesen