Qigong

Neben den „harten“ chinesischen Kampfkünsten, werden an der WuYi – Akademie auch die sogenannten „weichen“ Kampfkunststile und Bewegungssysteme unterrichtet. Zu diesen zählen das Taijiquan (Tai Chi) und verschiedene Techniken und Übungen des Qigong.

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Das Qigong beinhaltet Übungen des Stehens, der Atmung und Atemkontrolle, des Flusses der inneren Energie und gymnastische Übungen. Man kann es in bewegtes und unbewegtes Qigong unterteilen. Das unbewegte Qigong ist sehr stark nach innen gerichtet und verzichtet weitestgehend auf äußere Bewegungen. Es ist sehr kontemplativ und fördert in hohem Maße die persönliche Selbstwahrnehmung, reguliert den Qi – Fluß und fördert die Atemkontrolle, und hat somit auf eine sehr sanft Art Einfluss auf alle Körperfunktionen. Das bewegte Qigong nutzt die unterschiedlichsten Bewegungen, um auf die Sehnen, Bänder, Gelenke, Muskeln, Organe und auch auf die Meridiane und Energiezentren des Körpers einzuwirken. Meist sind diese Übungen mit bewusster Atmung verbunden. Das Ziel von beiden Qigong Formen ist jedoch gleich. Es geht immer darum, ein gutes körperliches Bewusstsein zu entwickeln und den Fluss der inneren Energie zu regulieren, Blockaden zu lösen, die Gesundheit zu stärken und innere Balance zu finden.

Geschichte des Qigong

Qigong ist ein Teil des kulturellen Erbes Chinas und hat eine sehr lange Geschichte, die weit über die Anfänge der chinesischen Gesellschaft hinausreicht. Man glaubt heute, dass das Qigong seinen Ursprung in alten schamanischen Ritualen hatte und sich dann im Laufe der Zeit weiterentwickelte. In den alten Zeiten hatte das Qigong verschiedene Namen, wie z.B. Daoyin, Tugu naxin, Xingqi, Yangshen etc. Die Bezeichnung Qigong ist relativ jung und ist wahrscheinlich in der Ming – Dynastie (1368 – 1644) entstanden. Die uns heute geläufige Bedeutung setzte sich jedoch erst in den 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts durch. In den 70iger Jahren des 20.Jahrhunderts wurde bei Ausgrabungen am Grab des Königs von Ma (um 168 v. Chr.) ein Grabtuch entdeckt, das 44 verschiedene Daoyin – Übungen darstellt, die als direkte Vorläufer vieler der heute noch bekannten und praktizierten Qigong – Übungen angesehen werden. Auf diesem Grabtuch werden Personen aus allen gesellschaftlichen Schichten der damaligen Gesellschaft gezeigt. Das ist ein Hinweis, dass bereits in der Han –Dynastie (206 v. Chr. – 220) Daoyin in allen gesellschaftlichen Schichten praktiziert wurde, um die Gesundheit zu stärken und Krankheiten vorzubeugen.

Heute unterteilt man das Qigong in vier Hauptgruppen. Natürlich gibt es viele verschiedene Schulen und Stile, man kann jedoch davon ausgehen, dass sie alle auf demselben Ursprung beruhen. Die vier Hauptgruppen sind:

a) das medizinische Qigong,
welches zur Unterstützung von Heilungsprozessen und zur Stärkung des Körpers nach Krankheiten und Verletzungen angewandt wird,
b) das religiöse Qigong,
welches seine Ursprünge in der daoistischen oder buddhistischen Religion hat und zum Erreichen spiritueller Ziele dient,
c) das Kampfkunst Qigong,
welches benutzt wird um die Kampfkraft zu stärken, die Techniken effektiver und den Körper widerstandsfähiger zu machen,
d) das Gesundheits- Qigong,
welches hauptsächlich für die Gesunderhaltung und Stärkung des Organismus, den Stressabbau und das allgemeine Wohlbefinden eingesetzt wird.