Zuiquan – das betrunkene Boxen

zurück

Zui Quan - betrunkenes BoxenDie Entstehung des Zuiquan wird den Mönchen des Shaolin Tempel zugesprochen. Die Mönche galten schon immer als unbesiegbar. Als die Kunst der Mönche berühmter wurde, kamen immer mehr Laienschüler in den Tempel, um die Kunst des Kampfes von den Mönchen zu lernen. Da die Laienschüler nicht den Gelübden des Tempels unterlagen, galt für sie auch das Alkoholverbot des Buddhismus nicht und so geschah es, dass einige von ihnen im betrunkenen Zustand angetroffen wurden. Natürlich wurden sie herausgefordert und auch besiegt. Diese Niederlagen zwangen die Mönche, die ihre Lehrer waren und die Verantwortung für ihre Schüler hatten, sich etwas einfallen zu lassen. So entwickelten sie aus ihrer Boxkunst einen Kampfstil, bei dem nun nicht mehr deutlich auszumachen war, ob der Kämpfer betrunken oder nüchtern ist. Nach dem die Herausforderer einige Male mit dem neuen Stil in Berührung gekommen waren und nicht genau wußten ob die Schüler der Shaolin – Meister betrunken waren oder nicht, belästigten sie diese auch nicht mehr.
Im Zuiquan torkelt, schlingert und fällt der Boxer wie ein Betrunkener hin und her. Der Stil ist durch seine Undurchsichtigkeit in seinen Manövern sehr gut zur Selbstverteidigung geeignet. Jedoch auch der gesundheitsfördernde Aspekt des Stil ist sehr hoch, da durch die unterschiedlichen Aktionen und den Einsatz des gesamten Körpers die Vitalpunkte des Nervensystems stimmuliert werden und somit der Fluß des Qi gewährleistet wird. Die Boxer des Zuiquan sind allgemein sehr erfolgreiche Kämpfer, da sie nicht den gewohnten Weg des Kampfes gehen. Sie benutzen vielmehr eine Mischung aus Kampftechniken, Täuschungen und Tricks um den Gegner zu verwirren. Der Stil verlangt viel Flexibilität, Kraft und Koordination. Die Essenz des Stiles liegt darin, in der vorgetäuschten Trunkenheit genaue und harte Schläge zu führen und durch unverständliche Aktionen den Gegner aus seinem Konzept zu bringen. Das Geheimnis ist die gespielte Trunkenheit bei einem klarem Geist. Die Schritte scheinen wirr und in den Bewegungen werden Härte und Weichheit miteinander kombiniert. In den Darstellungen der Form werden unterschiedliche Grade der Trunkenheit dargestellt.

zurück

 

Meister

Yuan Xi

Meister Prof. Yuan Xi